Nein, das ist nicht schon wieder ein Artikel über „die japanische Spielindustrie hat es nicht mehr drauf“, vielmehr hat es diesmal eine Firma versucht, es allen recht zu machen .
Aber ist es auch der richtige Weg ?

Es gibt nicht mehr viele japanische Unternehmen, die es versuchen, technisch ansprechende Spiele für den Westen zu produzieren, und nicht komplett ihr Spieleangebot auf  PSP und 3DS zu beschränken .
Tecmo gehört noch zu diesen wenigen. Als vor nunmehr schon acht Jahren der Ninja-Gaiden-Reboot auf der Xbox 1 herauskam, konnte man sich zu dem Zeitpunkt nur schwer ein besseres Spiel vorstellen. Es war technisch nicht von dieser Welt, bot ultra-coole anspruchsvolle Action und dank des fordernden Schwierigkeitsgrades war man ewig beschäftigt . Ähnliches kann auch von Dead or Alive 2 zu Dreamcast-Zeiten sagen; ein Spiel, das seiner Genration voraus war. Ich denke auch, dass es ohne Argus no Senshi/Rygar (PAL) nie ein God of War gegeben hätte .

httpv://www.youtube.com/watch?v=T8kmt2EiKrI

Tecmo war zusammen mit From Softare (Dark Souls) eine der ganz wenigen nyapanischen Firmen, die damals auf die Xbox 1 setzten. Ich denke, das ist auch mitunter der Grund, warum diese Firmen immer noch optisch ganz gute Spiele produzieren. Viele andere große Studios, die lieber weiter für PS2 entwickelt haben und stur weiter den Westen ignoriert haben, stehen leider da, wo so jetzt sind… 3D-technisch hat sich in den letzten zehn Jahren nichts getan, die Haupteinnahmequelle ist die PSP… und das interessiert im Westen halt keine Sau (mehr) !

Aber gut, zurück zu Tecmo. Die haben schon stets versucht, mit dem Westen mitzuhalten, auch wenn das mit dem Gears-of-War-Klon Quantum Theory komplett in die Hose ging . Da gibt es nix schönzureden! Diese ersten Schritte zu einen 3rd-Person-Shooter waren totaler Schrott .

httpvh://youtu.be/ob4oLHO6h64

Im Nachhinein hat das Auf-die-Schnauze-Fallen bei dieser Gurke nicht geschadet. Tecmo hat es meistens geschafft, seine Spiele konsequent zu verbessern; das hörte auch nicht auf, als Tomonobu Itagaki,  der Kopf ihres beliebten Team Ninja, kurz nach der Fertigstellung von Ninja Gaiden 2 das Handtuch warf. Der Directors Cut von Ninja Gaiden Sigma 2 bot trotz Itagakis Abwesenheit nochmal verbessertes Gameplay und gilt bei Hardcore-Action-Fans immer noch als bestes Spiel des Genres.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=S7ahm5eH0h4&feature=youtu.be
Noch nie konnte man gegen drei Endbosse auf Steroiden gleichzeitig kämpfen! Natürlich war nach drei Treffern Feierabend für einen selbst

In keinem Actionspiel zuvor hatte man eine perfektere Kontrolle über seine Spielfigur. Das Combo- und Waffenarsenal suchte selbst in normalen Versus-Prügleren seinesgleichen. Es wird auch wenige Spiele auf dem Niveau geben die gleichzeitig so brutal unbarmherzig schwer sind aber trotzdem immer fair. Ich kenne sogar persönlich Leute, die über 400 Stunden Spielzeit in Sigma 2 gesteckt haben !

Tja, vor ein paar Wochen kam Ninja Gaiden 3 heraus, und es wurde von den Reviews in der Luft zerfetzt !
In den letzten paar Jahren hat sich die Videospiel-Branche gewaltig verändert. Im Groben gibt es nur noch zwei Lager: Die Front der Call of Duty/Battlefield Online-Ego-Shooter und die Fraktion der Open World Action Adventures alá GTA/MassEffect/Skyrim.

Tecmo hat versucht, auf diesen Trend mit Ninja Gaiden 3 zu reagieren. Das anspruchsvolle, brutal schwere Gameplay wurde gegen eine Casual-Achterbahnfahrt, die man aus einer Call-of-Duty-Kampagne kennt, ausgetauscht!
Und genau das ist das Dilemma, in dem Tecmo oder auch andere Firmen gerade stecken. Der Fan der ersten Stunde eines Ninja Gaiden schreit: „Ihr verkackten PAL-Casual-Schweine, wie habt ihr nur mein Lieblingsspiel vergewaltigt?!“
Viel schlimmer ist es aber mit der anderen Partei, für die das Spiel eigentlich gedacht ist… die zahlt nämlich lieber 20€ für ihren Battlefield-Server im Monat und weiß gar nicht, dass Ninja Gaiden 3 existiert bzw. interessiert es sie keine Bohne .

"Ninja Hansen 3" ? Nein, kenn ich nicht! Wart mal, ich frage unseren Sniper.

Dabei ist der Dritte Teil der Saga (wenn ich mein Ninja-Gaiden-Fanboytum mal über Bord werfe) kein schlechtes Actionspiel. Ich hatte trotz der ein oder anderen Macke durchaus meinen Spaß. Das ist ähnlich wie bei Die Hard/Stirb Langsam 4: Es ist ein grauenhafter Teil, aber sieht man ihn als Actionfilm #26 mit Bruce Willis, so geht er völlig in Ordnung . Wäre Gaiden 3 zum PS3-Lauch herausgekommen, so hätte es sicher 8 von 10 Punkte gehagelt, aber diese Zeiten sind leider vorbei . Jetzt wird mancher sagen „Wieso hat Team Ninja nicht einfach alles beim Alten gelassen?“ Das Problem ist, solche aufwendigen Spiele kosten ein Scheißgeld inzwischen! Die Firmen müssen es halt jedem irgendwie recht machen. Mit einer handvoll Hardcore-Fans können sich solch kleine Firmen wie Cave oder Indie-Programmierer schon gut über Wasser halten. Aber bei so AAA(A)-Produktionen muss man wohl auf die Masse zumindest Rücksicht nehmen (gut, immerhin hat es irgendwie From Software’s Dark Souls geschafft, sich eine richtige Fanbase aufzubauen, aber das bleibt wohl die Ausnahme )

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn man der Oldschool-Gemeinde nicht den Rücken gekehrt hätte, Gaiden 3 hat nicht mal 10 % an Einheiten abgesetzt im Vergleich zu Sigma 2. Es lässt sich nur spekulieren, aber in Zeiten, in denen sich letzte Weihnachten ein Uncharted 3 gerade mal halb so gut verkauft hat wie sein Vorgänger, will ich nicht wissen, wie das weitergeht. Und es hat wohl keine japanische Firma den Aufwand und der Präsentation eines Uncharted etwas entgegenzusetzten …

Eine weitere klassische Serie, die mit ihren sechsten Teil den selbe Casual-Weg eines Ninja Gaiden 3 einschlagen will, ist Biohazard/Resident Evil (PAL). Da befürchte ich ich auch Schlimmes… Capcom hat sich gerade viele Fans mit dem Racoon City Multiplayer-Spinoff  vergrault. Was zwar jetzt nicht von einer japanischen Firma war, aber das juckt am Ende keinen. Wenn nach dem Flop mit Teil 6 nochmal was kommt, was die Masse nicht interessiert und die Fans versauern könnte, wird wohl wieder eine Serie beerdigt, die uns viele schöne Jahre beschert hat . Genau so, Konami! Gab es in den letzten Jahren überhaupt was anderes als bekannte Serien, die nach Ost-Europa verlagert wurden und HD-Remakes alter Spiele ? Das einzige aus Japan, was keinen Einbruch verzeichnet hat, sind die Nintendo-Serien Mario, Zelda und Pokemon, die sich wohl immer verkaufen werden!

Versinkt die nächste einst große Serie in der Belanglosigkeit?

Wenn sich nicht einmal 3rd-Person-Actionspiele gut verkaufen, wie sieht es dann mit noch exotischeren Genres wie J-RPG aus? Nun ja, ich denke, wir sind uns einig, die Tales-Serie ist mit Final Fantasy die Rollenspiel-Reihe, die auf den Heimkonsolen (nicht Handhelden) am beliebtesten ist . Tales of Grace ist im Februar in Amerika erschienen und es läuft für einen großen Publisher wie Namco nur solala. Ich denke, es wird kein Draufzahlgeschäft werden, aber Namco wird sich gut überlegen, ob sie Tales of Xillia in den Westen bringen werden.

Meruru & Skyrim. Beides Rollenspiele, aber sie könnten verschiedener nicht sein ...

Bis auf Namco, Level 5 und TriAce versucht ja nicht einmal  irgendwer was für PS3 richtig gut zu machen. Ich mag ja die Atelier’s und Neptunia’s dieser Welt auch gerne, aber für mehr als texturlose PS2-Grafik in HD hat es nie gereicht. Schaffen diese Firmen überhaupt den Sprung auf PS4 und co? Oder kommen dann „richtige“ J-RPGs nur noch für Handy und Handheld? Wie auch immer, dieses Genre wird es noch viel schwerer in den nächsten Jahren haben. Es ist ja auf beiden Seiten nicht möglich, ein Meruru technisch wie ein Skyrim aussehen zu lassen, noch kann man den Anime Style rausnehmen… Was würde von einem Atelier-Spiel bleiben ohne Moe?! Daran sollte niemand nur DENKEN ! Ich befürchte, die J-RPGs werden einen ähnlichen Stellenwert wie die Shmups im Westen einnehmen; es gibt schon eine kleine Hardcore-Fanbase, die alles kaufen wird, was kommt, aber zu mehr als einer Randerscheinung reicht es nicht mehr… 

Ich weiß es nicht, wie es euch geht, Kinder, aber der Horizont am Videospiel-Himmel sah schon mal besser aus. Face it, alle groß produzierten japanischen Actionspiele des letzten Jahres wie Vanquish, Shadow of the Damned oder El Shaddai waren kommerzielle Flops. Ich kann es keinem großen Laden übelnehmen, wenn er versucht, die aktuellen weltweiten Trends zu verfolgen, aber jeder richtige Fan denkt wehmütig an die gute alte Zeit zurück. Vielleicht bekommt die japanische Spieleindustie nochmal ein Revival im Westen, wie den 2D-Prügler-Boom, den Street Fighter IV wieder auslöste. Doch ich befürchte, dass ich in ein paar Jahren noch heilfroh sein kann, das es solche „Gurken“ wie Ninja Gaiden 3 mal gab .

Author Idolmeister
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Comments (2)

  • 9. April 2012 at 21:28 Reply
    Ah, wunderbar, mein Wunschartikel!^^ Ich glaube, bei Ninja Gaiden hat man einfach nur falsche Entscheidungen getroffen. Man hat versucht, ein Action-Spiel ohne viel Anspruch wie COD zu machen, aber solche Achterbahnfahrten gut zu machen, benötigt tolle (teure) Grafik und sehe viel Erfahrung bei dem Thema. Ich spiele nur ab und zu mal ein COD im Single Player durch und gestehe dem Spiel zu, dass es seine Sache hervorragend macht (bis auf die Story, bei der auch diese Titel ziemlich versagen), aber das sind für mich keine Spiele, die ich sammle, sondern mir vom Kumpel leihe. Diese Spiele sind so gemacht, dass sie die Masse begeistern und für die COD-Spieler ist ein Ninja Gaiden eh nicht "realistisch" (durch die Fantasy-Anteile) genug bzw. zu offensichtlich japanisch. Diese Zielgruppe kennt die alten Teile eh nicht, und hätte den Titel vielleicht angefasst, wenn er total gehypt wird durch die Presse, aber das hat bei vielen anderen Titeln ja auch nicht gereicht (Vanquish, Bayonetta). Also ist man eh als japanischer Publisher auf dem verlorenen Posten, wenn man so ein altes Franchise fortsetzen will. Ich denke, es gibt noch genug Ninja Gaiden Fans international, um einen normalen Teil zu machen, wenn man eben hauptsächlich das Gameplay glatt bügelt und die Grafik nur etwas verbessert zu Teil 2. Die Presse mag das Franchise eh gerne und hätte ihm wieder Topnoten gegeben, aber auch der Mainstream-Käufer kennt den Namen immerhin - im Gegensatz zu Vanquish z.B., was einfach plötzlich da war (das muss ich übrigens mal wieder weiter spielen...). Ninja Gaiden ist doch recht bekannt und viele kennen es als bockschweres Spiel und damit kann man heutzutage Erfolg haben (sieht wie schon erwähnt Dark Souls). Keinen Hit, aber immerhin wird mal schwarze Zahlen schreiben können. Bei Resident Evil finde ich ja interessant, dass die Macher die Verwestlichung offen zugeben und dort gibt ihnen der Erfolg ja sogar recht, wobei man dort auch über ganz andere Stückzahlen redet als bei einem Ninja Gaiden. Bei RE finde ich die Entscheidung noch halbwegs nachvollziehbar, bei NJ war's ein klarer Fehler. Bei Hardcore-Titeln sollten die Publisher eh einfach versuchen, zu verhindern, dass die Preise in den ersten Monaten sinken, vielleicht machen sie dann auch wieder etwas mehr Gewinn. Im Moment ist man doch schon fast dämlich, wenn man sich ein PAL-Spiel am ersten Tag kauft, da es ein paar Wochen später für einen Bruchteil erhältlich ist. Hardcore-Fans würden auch eher den Vollpreis für ihr "Traumspiel" zahlen. Das wäre zumindest mal eine Idee oder man macht gleich eine andere Preispolitik. Manchmal sollten die Japaner aber auch mal mehr an den Westen denken. Z.B. schreckte das Schul-Setting bei Valkyria Chronicles 2 doch einige westliche Käufer ab, die den 1. Teil doch mochten. Wobei die PSP-Entscheidung wohl im Westen noch mehr Probleme bereitet hat (Zahlen kenne ich da aber nicht). Da wäre es besser gewesen, man hätte VC3 hier veröffentlicht und dann VC2 später, z.B. . (Persönlich habe ich mit VC2 kein Problem.) Damit die Japaner etwas mehr Erfolg im Westen haben, könnten sie aber das folgende meiner Meinung nach versuchen: 1) JRPs ruhig auch auf den großen Konsolen veröffentlichen. Auch wenn sie altbacken aussehen, sehen viele Spiele in HD trotzdem besser aus als auf der PSP. Die Grafik der der Atelier-Spiele finde ich echt ausreichend und nicht alles muss nach Triple A aussehen. Auch simple Umsetzungen von der Wii auf die PS3/360 würde ich viel lieber kaufen, da mir die Spiele auf der Wii einfach zu pixelig mittlerweile aussehen. Die Zielgruppe hat nicht die höchsten Ansprüche, aber ich denke, im Westen kaufen die Hardcore-Spieler eher HD-Fassungen. 2) Lasst die englische Synchro einfach weg! Die meisten JRPG-Spieler sollten mittlerweile wissen, dass der Markt klein ist und sollten auch mit einer jap. Synchro leben können (ost ist ja nicht alles vertont). Wie man als Publisher auch auf die Idee kommen, die japanische Synchro bei einer Japan-affinen Zielgruppe wegzulassen, ist mir auch ein Rätsel. So schreckt man wieder einen Teil der Hardcore-Zielgruppe ab. Bei Tales ist das sogar richtig seltsam, da die Spiele doch eh extrem animehaft aussehen. 3) Bringt einige Titel gar nicht erst im Westen normal in die Läden, wenn sie sich eh nicht großartig verkaufen würden. Macht die Dinger ländercodefrei und bereitet sie schon bei der Entwicklung darauf vor, dass man leicht die Sprachen austauschen kann. Wenn DLCs der letzte Schrei sind und man die Spiele vorher mittlerweile beschneidet, warum kann man dann eine englische Fassung nicht als DLC (Update) zu einer japanischen Version herunterladen? Dann kann man als westlicher Kunde die hübschen japanischen Fassungen kaufen und kann sie trotzdem verstehen. Dann kann man zuerst die japanische Fassung normal fertig stellen und später einfach die englische Fassung hinterher schieben. In den einzelnen Ländern Versionen mit Verpackungen zu veröffentlichen ist riskant und um nicht ganz auf Download-Only Versionen (mit denen ich auch oft leben könnte, bevor ich einen Titel gar nicht bekomme) umzuschwenken, was bei Nischentiteln wohl eh immer mehr passieren wird, wäre das ein Kompromiss. Ich sehr echt schwarz im Allgemeinen für die Spieleindustrie, da die Produktion immer teurer wird und man bei JRPGs und anderen Nischentiteln wohl auch mit gleichbleibenden Verkaufszahlen die Kosten immer weniger decken können wird. Deswegen muss man anfangen, mehr auf die Kunden zu hören. Ich verstehe auch nicht, warum z.B. SEGA VC3 nicht einfach untertitelt als Download veröffentlicht, alleine schon aus Publicity-Gründen, denn für manche Hersteller könnte es die Rettung sein, wenn sie zumindest eine feste Fanbasis behalten. Atlus und NIS America arbeiten im Prinzip ja teilweise ähnlich. Im Prinzip gibt es doch im Moment nur jap. 3 "Publisher", die mit ihren Spielen, mehr oder weniger Erfolge feiern: - Nintendo (es gibt genug Fanboys und die Titel sind bekannt, das sie mit jap. Optik trotzdem ankommen) - Capcom (SF-Reihe / Resident Evil 5) - Konami (MGS, PES) Der Rest braucht Glück, oder muss die Nischen erfolgreich bedienen. Die Verwestlichung japanischer Spiele hat wirklich weitaus seltener geholfen als sie Hits produziert hat. Mit Ausnahme von From Software's RPGs war doch im Prinzip auch kein JRPG der aktuellen Generation auf den großen Konsolen ein richtiger Hit (außer vielleicht ein rentables FF XIII, keine Ahnung), obwohl die Optik doch westlicher geworden ist als in der PS2-Zeit. Man bekommt westliche Spieler nicht so leicht als Zielgruppe, vor allem wenn in dem Genre dann die westlichen Vertreter wie Skyrim und Mass Effect die Latte einfach zu hoch hängen. Da ist es doch besser man macht das, was man kann, anstatt sich an eine Zielgruppe zu richten, die sich eh nicht dafür interessiert und der Markt sowieso schon übersättigt ist. Deswegen: Nische finden und zumindest dort nicht der unerreichbaren westlichen Konkurrenz hinterher rennen.
  • Idolmeister
    10. April 2012 at 20:01 Reply
    Freut mich das die Artikel gefällt (•̀ᴗ•́)و ̑̑♡ Ich kann mich noch gut an ein Interview von dem Director von Ninja Gaiden 3 erinnern, dass er kurz nach der E3 2011 gab. Er klang wirklich euphorisch und dachte das er ein ganz heißes Eisen im Ofen hatte. Team Ninja, hat den Fantasy Faktor fast komplett entfernt, auch jedes Level wäre problemlos mit einem Modern Warfare austauschbar gewesen. Die japanischen Tempel wurden kompromisslos gegen z.B. ein Afghanistan Level getauscht. Ich hasse das auch immer wirklich zu sagen: "Für ein japanisches Spiel ist die Grafik auch echt gut". Aber das reicht halt leider nicht mehr ... Tecmo wäre viel besser getan wenn sie es nicht mit der Brechstange versuchen würden auf dem westlichen Markt mehr Fuß zu fassen. Mich erinnert das an die jetzigen Situation von Nokia oder RIM's Blackberry, das sind schon Namen die man noch kennt, aber die haben halt keinerlei Relevanz mehr auf dem Markt. Ich bin mal gespannt was aus Dead or Alive 5 am Ende wird, da ist der optische Unterschied nicht ganz so extrem, aber man sieht schon wo es hin geht. Mich würde auch sehr interessieren wie das mit schnellen Preisverfall auf dem europäisches Markt funktioniert. Wie du schon meintest wenn es nicht die Spiele sind die das ganze Jahr Online konsequent gezockt werden, bekommt man inzwischen schon nach 3 Wochen nach dem Release viele Spiele für 1/3 des Preises. Wer trägt da den Verlust, die Shops oder die Publisher der Spiele? Sowas kann doch auch nicht mehr ewig gut gehen ((⚆·̫⚆‧̣̥̇ )) Wenn wir nochmal unser geliebte Valkyria Chronicles Reihe als Beispiel nehmen. Ich bin mir 100%ig sicher das sich Sega keine Sekunde in der Entwicklung Gedanken gemacht hat, ob es auch mal im Westen erscheinen könnte. Wenn sie den 2. Teil nicht für die PSP gebracht hätten, und die PS3 Fassung dann auch in Amerika released hätten ... ich denke das sie zumindest genau so viele Einheiten wie auf PSP Japan only absetzen könnten. Aber das sich da mal irgendwas ändern könnte, ich kann es mir nicht vorstellen. Das mit den Erscheinungen von Spielen auf HD Konsolen ... das schlimme ist ich hab mich ja selber schon daran gewöhnt -_- Wenn ich lese das kommt ein neues Falcom Spiel, dann natürlich für PSP, Vita oder 3DS. Ich denke nicht mal mehr selber dran das die Chance bestehen könnte das es für PS3 kommen könnte (キΦдΦ). Offizielle nachträgliche englisch Patches für in Japan gekaufte Spiele ist die geilste Idee Ever muss ich sagen ♡(>◡<)♡ !!! Aber wer würde dafür am Ende auch wirklich Geld ausgeben? Du, ich und eine handvoll anderer ohne mit der Wimper zu zucken. Der Rest hat nur eine große Klappe im Vorfeld denke ich. Klar nerven Region Codes bei Spielen und Filmen gewaltig. Aber ob sich da Jemand Mühe macht oder nicht legt sich leider unbedeutend wenig auf die Verkaufszahlen nieder. Schön sieht man das bei den japanischen Xbox 360 Fassungen der Cave Shmups. Das war komplett chaotisch, das erste Spiel Mushihimesama Futari hatte keinen Region Code. Drauf folgte dann Death Smiles was region locked war und war man meinte das Internet brach unter Tränen zusammen bei den Fans die es nicht spielen konnten. Bei den nächsten Spielen ging das genau so hin und her, aber das sich Spiele besser oder schlechter verkauft hätten nur weil man sie auf einer nicht japanischen Konsole spielen konnte hat sich überhaupt nicht abgezeichnet. Oder die jap. Dog Days Blueray, da kenn ich jetzt keine Zahlen, aber so was verkauft sich doch vielleicht 300 Exemplare besser weil sie englische Untertitel hatte. Mit die größte Hürde ist aber der Anime Look der Gust und Tales Spiele. Das wird ohne nach zu denken gleich in eine beliebige Schublade gesteckt. Ich frag mich ja auch leider wie ich das meinen PALigeren Freunden erklären soll das eine Madoka Figur z.B. nix mit Naruto oder Hentai zu tun hat ...

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