Kirino
Wieviel Prozent sollen es denn sein?

In dieser Episode von Junk Talk reden Idolmeister und Andergraund über die Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit von Spielebewertungen und wieviel sie uns persönlich bedeuten.

Wir verraten euch auch was uns zur Zeit an den ganzen ach so „tollen“ 90% Spielen stört und wir überhaupt nicht finden, dass diese 90% Spielespaß bringen … was 90% Spielespaß wohl sein soll und was die anderen 10% tun…? Hoffendlich gucken die so lange nen guten Anime oder sowas.

Ursprung für dieses Thema ist folgender Trailer zu einer Fake-Doku-Parodie über den modernen Spielejornalismus, auf den mich Idolmeister aufmerksam gemacht hat. Der Trailer zeigt einen gefallenen Journalisten, der einem Game 8.5 Punkte gegeben hat … ein schwerer Fehler.

Miku Hatsune
Andergraund

Der Trailer zeigt die heutige Problematik auf. Alle AAA-Titel müssen Wertungen über 85% errreichen, sonst gehen Publisher und die Community auf die Barrikaden. Gerade im Hinblick auf die Exklusivtitel und die Werbeverträge ist man von der Spieleindustrie abhängig.

 

 

Princess Peach
Idolmeister

Mir gehen die ganzen 1-10, 5/5 oder 100% Wertungen schon seit Jahren auf den Sack. Es ist einfach kaum bis gar nicht möglich ein Spiel in Zahlen zu stecken. Die Geschmäcker sind oft so verschieden.

 

 

Andergraund: Und von einem angeblich objektiven Bewertungssystem, welches subjektive Eindrücke erfassen soll, wollen wir erst gar nicht reden.

Idolmeister:Was aber am schlimmsten ist, dass jeder AAA Titel dieses Weihnachtsgeschäffts 85% und mehr hat. Auch wenn es der belangloseste und recycelste Mist wie Assassins Creed Teil 42 ist. Auch ein Uncharted 3 wird mir denke ich nicht länger als ein paar Wochen im Kopf hängen bleiben … das ist nichts für die Ewigkeit. ( ⁰▱⁰ )☁

Andergraund: Oh ja, in den ganzen aktuellen Titeln fehlen mir einfach die Momente, die man nicht mehr vergisst. Es fehlt das Gefühl, dass der Titel einen richtig mitreißt und begeistert. Wie ein Buch, dass man nicht mehr weglegen will. Die ganzen Sequels tun selten mehr außer einem solide Kost zu bieten, die man halt kennt. Gerade auf den Nextgen-Konsolen gibt es, im Verhältnis zu den älteren System oder auch 90/00er Jahre PC Spielen, viel weniger Spiele, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Idolmeister: Es ist zwar schön mal eine der wenigen mutigen Reviews zu lesen, wie Jim Sterlings Gears 3 Test, der „nur“ eine 8/10 am Ende gegeben hat (◞‸◟ㆀ) (oben gezeigter Trailer ist vielleicht eine Anspielung auf diesen Test). Aber dann gibt es halt auch bei Destructoid Reviews zu lesen, wo ein Ys 1&2 eine 3/10 kriegt ٩(╬。皿°)۶ … Ys sagt jetzt wahrscheinlich den wenigsten was, aber das ist und war einnes der Games, die mich geprägt haben und einen ähnlich hohen Stand bei mir haben wie ein Zelda 3 Super Mario 3. Wenn man keinen Plan hat was man reviewed und vorallem wie ein Spiel aus dieser Generation zockt, sollte man es einfach lassen. (♯`∧´)

Das Problem ist aber das ein Großteil der Leser die Ziffern auch auch brauchen und sich danach richten. Ich wurde auch schon öfteres auf der Arbeit gefragt: „Wie ist Spiel XY,soll ich mir das kaufen das hat nur 85%, GTA4 hatt 95% und das fand ich nicht so gut.“ Es denken wirklich viele das ein Spiel mit 70% unspielbar schlecht ist. Und es ist halt oft genau das Gegenteil. ( •̀ .̫ •́ )✧

Miku Hatsune Sake
Der Sake muss ja mies sein, so wenig Prozent???

Idolmeister: Noch ein Beispiel am Wochenende war ein guter Kumpel zu Besuch, der nicht wirklich die aktuelle Konsolen Genartion mitmacht, halt mehr der Japan-Retro-Hans (๑ↁ◡ↁ๑). In alle großen Big Budget Spiele mal kurz reingeschaut, ob Killzone 3, Uncharted 3 oder Modern Warfare 3 (ach da sind Unsere lieben Fortsetzungen wieder) so groß war der Unterschied da wirklich nicht … bombastische Inzinierung aber sonst ?! Am Ende haben wir das Captain America Spiel für 360 fast durchgespielt, was echt gut ist, in 5 Jahren immer noch Spaß macht und eine Metacritic von 60% hat. ʕ•̫͡•ʕ*̫͡*ʕ•͓͡•ʔ-̫͡-ʕ•̫͡•ʔ*̫͡*ʔ-̫͡-

Was auch das Mega64 Video schön gezeigt hat, sind die n00b Kids und Fanboys, die nicht damit leben können wenn ein neuer Teil ihrer Lieblingserie 5% zu wenig bekommen hat. Das ganze geht dann über 200 Posts und ist natürlich auch keine konstrktive Kritik sondern pubertäres Gebashe. An der Stelle wünsche ich mir schon ab und zu die Printmagazine zurück, da gabs vielleicht mal einen bösen Leserbrief, aber es hielt sich sehr in Grenzen. _| ̄|○

Andergraund: Und manchmal wurde sogar ein Leserbrief ausgesucht mit konsturktiver Kritik inkl. einer verständlichen Argumentation.

Idolmeister: Das ist jetzt nur eine Annahme von mir, aber ich denke schon das es einge Seiten bei AAA Titeln schon so „anpassen“ das der Pöbel am Ende befriedigt ist. Ähnlich ist es wahrscheinlich bei den großen Publishern wie Activison oder EA, verscherzt man es sich mit denen, gibt es keine Testmuster auf die man eigentlich angewiesen ist. Was für eine Verdammte Komerzscheisse, ich könnte kotzen!

Andergraund: Damals und heute ist es definitiv wichtig Spiele frühzeitig zu erhalten um entsprechend drüber berichten zu können und gleichzeitig muss man sich mit Werbung finanzieren. Der Druck wird durch die Onlinemagazine verstärkt, Printmagazine gibt es ja fast keine mehr. Außer Gamestar, Gamepro (beide vom gleichen Verlag) und der Bild fällt mir da nichts spontan ein. Online kann jeder nun jeden erreichen und braucht keinen Verlag mit starker Heftauflage mehr. Leser haben direkten Vergleich zwischen den vielen Konkurrenten. News und Berichte kommen ohne Verzögerung online raus. Entsprechend suchen sich natürlich die Leute die Onlineportale aus, die immer hochaktuell sind und viel exklusiv vorstellen.

Ich hatte es ja vorhin schon kurz angerissen, alle versuchen Spiele anhand von einem objektiven Bewertungssystem zu bewerten und dieses möglichst transparent zu gestalten. Dies ist ein schöner Ansatz, der aber zum Scheitern verurteilt ist. Spiele sind solch komplexe Gebilde mit unendlich vielen Ausprägungen die sich nicht in messbaren Zahlen erfassen lassen. Wie messe ich bitte die Qualität der Grafik, realistisch, künstlerisch, liebevoll und detailliert – sowas soll ein Prozentwert wiederspiegeln?

Na klar gibt es einen Unterschied zwischem einem mitreißenden Soundtrack und 08/15 Hintergrundgedudel, aber sowas subjektives in Prozenten zu fassen kann nur fehlschlagen. Ich finde es zudem lustig, dass ein Spiel z.B. „80% Spielspaß“ bekommt. Was ist bitte 80% Spielspaß? 80% von mir haben Spaß am Spiel, die anderen 20% gehen lieber ein Bier trinken und gucken nen Anime? Confused

Hier kommen wir auch wieder auf den Punkt zurück, dass man es der Masse recht machen muss. Also wird irgendwas „sicheres“ geschrieben und bewertet, so dass alle halbwegs zufrieden damit sind.

Idolmeister: Yep, ganz genau. Man weiß halt im Allgemeinen, was die Masse will und jenes kriegt sie dann auch vorgeworfen.

Das zeigt sich auch schön an dem gerade erschienen Dark Souls, dass so hardcore unverzeihlich schwer ist, dass es für eine extrem kleine Anzahl von Zockern überhaupt bestimmt ist. Trotzdem sehr hohe Wertungen, was es wohl auch verdient hat, nur kann ich mir kaum vorstellen das die wenigsten Tester überhaupt fähig sind sowas zu bewerten. Der Vorgänger Demon’s Soul wurde kaum beachtet als er erschienen ist und hat sehr mittelmäßige Wertungen bekommen. Das hat sich aber geändert als ein paar Hipster das Spiel in den Himmel gelobt haben und es zum Underground-Hit wurde. Beim Lesen der Reviews des Nachfolgers Dark Souls kam es mir oft so vor: „Wir haben zwar keinen Plan was wir hier eigentlich machen, es ist uns viel zu schwer, aber wir wollen der Community nicht auf den Slips treten und vergeben trotzdem eine 9 von 10.“ Bei kaum einem Game ist auf jeden Fall eine Wertung in Zahlen so sinnlos wie bei Dark Souls. (๑•ૅૄ•๑)

Total Banane ist auch, dass sich Yahoo Games getraut hat Batman Arkham City eine 6 von 5 zu geben! Ist dann das neue Zelda nur noch Durchschnitt wenn es nur 100% bekommt ?! ╬ಠ益ಠ)

Oder warum beschweren sich so viel Magazine und Onlineportale über die altbackene Steuerung eines Shadows of the Shadow of the Colossus Remake? Bei jedem Sandbox Spiel der letzten Jahre ist es aber dann voll OK wenn die Steuerung der eines 9 Jahre alten PS2 3rd Person Shooters entspricht, siehe Red Dead Redemption und Co. ƪ(•̃͡ε•̃͡)∫

Ähnlich wie beim neuen Elder Scrolls Skyrim – eine Metascore von 96% – aber fast jeder schimpft über zahllose Bugs. Wie sieht die Wertung aus wenn es Bugfrei ist und die ganzen DLC’s die die nächsten Monate kommen werden in einer GOTY Edition vereint sind? 110%? └(T_T;)┘

milky-1

 

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Andergraund: Call of Duty und Multiplayerbewertung ist auch so eine Sache. Wie bewertet man bitte einen Multiplayermodus und insbesondere die Balance von diesem. Während die CoD 4 Balance für mich einen gewissen „CoD-Standard“ gesetzt hatte, war der MW2 Multiplayer anfangs für mich gefühlt dynamischer und hatte viel mehr Spaß gemacht. Doch mit den Wochen merkte man, dass die Balance nicht mehr stimmte bzw. diese schlechter geworden ist. Also gerade die sehr wichtige Langzeitqualität eines Multiplayers ist nicht in wenigen Stunden oder Tagen zu bestimmen, sondern das benötigt viel Zeit, Erfahrung und die Entwicklung der Spielweise der Community. Ob der MW3 Multiplayer mir gefällt wird sich auch erst die nächsten Wochen zeigen. Zugegeben meine Erwartungen wurden nicht so ganz erfüllt, nicht schlecht aber auch nicht der Burner.

Übersicht Games 2011
Videogaming 2011

Idolmeister: Wenn man an viele der Megahits der letzten Jahre wie Final Fantasy XIII, Gran Turismo 5 oder GTA IV zurück denkt, wer hat sie nicht zumindest mal angezockt? Aber wer würde den Spielen heute noch eine fast perfekte Score geben?! Die Games haben alle Macken ohne Ende und kein Spielesammler will die in der ersten Reihe im Regal stehen haben. Nichts für die Ewigkeit. Und solche unvergesslichen Momente wie z.B. der Tod von Sniper Wolf in Metal Gear Solid, wo man atemlos mit Tränen in den Augen durchs halbe Spiel gerannt ist, um das Unausweichliche doch noch zu stoppen. Oder Aerith/Isaras Ableben in FFVII/Valkyria Chronicles, da musste man wirklich schlucken. (◞‸◟ㆀ) Klar gabs sowas auch bei einem Mass Effect, aber wirklich bewegt hat mich das nie groß. Diese CoD und Uncharted Bombast Trigger Effents sind natürlich auch meistens eindrucksvoll, aber sie bleiben nie lange im Gehirn hängen. Und mal ehrlich wenn ich mir jetzt mal nur die westliche Spieleindustire das Jahr ansehe, bis auf Portal 2 war da jetzt nichts für die Ewigkeit.

Andergraund: Sehr wahr, bei Valkyria Chronicles hatte mich die Szene auch sehr mitgenommen. Aber auch nicht nur traurige Szene bleiben einem im Gedächnis. Ich fand das Ende von FFIX einfach zuckersüß. Es war soooo klar, dass der „Prinz“ und die „Prinzessin“ zusammenkommen, dennoch hat man auf die Bestätigung hingefiebert und innerlich gejubelt und nen Salto gemacht als es so weit war.

Dieser Transfer von von Emotionen und Sympatie zu den Charakteren eines Spiele bekommen nicht viele hin. Dies kann auch ein Spielerlebnis sein, was einen Titel einzigartig macht. Und auch hier: Unmöglich einen universellen Score dafür zu vergeben.

Andergraund: Vermutlich fragt ihr euch, wie wir dann nun Spielereviews haben wollen, wenn ein mathematisches Zahlensystem in unseren Augen ein Epicfail ist. Ich bin der Meinung, dass die Sendung GameOne (alle Folgen als Streams auf deren Homepage) beispielsweise einen sehr schönen und simplen Ansatz wählt: Gar keine Zahlenwertung. Das Spiel wird von der Redaktion getestet und es gibt eine/mehrere Meinung dazu. Es werden Hinweise gegeben wem das Spiel gefallen kann, wem nicht, was die Stärken und Schwächen sind. Mal sind es weiche mal harte Kriterien, aber alles ohne eine Prozentzahl. Man selber als Zuschauer bekommt einen groben Überblick über das Game und kann selber entscheiden ob es einem gefällt oder nicht.

Um das Beispiel von Dark Souls nochmal aufzugreifen, dieses Spiel wurde auch von GameOne behandelt. Es ist ein lustiger Bericht rausgekommen, mit Hintergrundinformationen, dem Eindruck der Redaktion, den Schwächen und Stärken des Games und dem kranken Schwierigkeitsgrad.
Deren besonderer Trick wie sie mit Schwächen eines Games umgehen, ohne dabei von der Community eins auf den Deckel zu bekommen: Anstatt das Game kritisch und trocken auseinander zu nehmen, gehen sie die Sache mit Humor an und spielen einen Sketch oder irgendeine Youtube-mäßige Einspielung ein.

Am Ende lächelt man und ist dennoch ausreichend gut informiert um sich selber eine Meinung über das Game zu bilden.

Natürlich läßt sich das nicht so auf die Schnelle im Print-/Onlinemedium umsetzen ohne die aktuellen Leser zu vergraulen. Die Leute sind zu sehr daran gewöhnt worden Fazit und Prozentzahl zu lesen, anstatt eines ausführlichen Artikels. Lesefaulheit hat sich dadurch verbreitet, anstatt sich selber eine Meinung zu bilden werden nur noch Prozente in Tabellen verglichen. Vielleicht könnte man Anfangen wie der c’t (PC Fachzeitschrift) Tests ohne Gesamtnote zu schreiben. In Tests der c’t gibt es zwar Noten für bestimmte Testeigenschaften, aber eine Bewertung und das Fazit gibt es nur in geschriebender Form.

Idolmeister: Wirklich große Spieleportale die auch gute und nachvollziehbare Tests machen, und die dann auch meine Kaufendscheidung beeinflussen gibt es nicht. Die Metakritik juckt mich inzwischen am Ende auch Null. Bei kleinen Blogs sieht das schon anderes aus, da findet mal viel schneller Jemand der den eigenen Geschmack trifft.
Persönlich kaufe ich aber meistens blind nach der Hersteller Firma (selten nach dem Publisher). Dabei ist mir das Spielgenre oder die Thematik absolut zweitrangik. ٩(๑❛ᴗ❛๑)۶ Aber ich weis wenn Wayforward was neues macht, oder Xseed ein neues Spiel lokalisiert kann das so schlecht nicht sein, die haben mich noch nie enttäuscht . ♥(´◡`๑)

Was ich vermisse sind Reviews, die auch nochmal ein Spiel durchleuchten wenn nach dem Release auch schon ein paar Monate ins Land gezogen sind und der Hype vorbei ist. Leider ist es aber wohl schwer bis unmöglich über jedes Spiel noch einmal zu berichten und es interessiert am Ende wohl fast Niemanden. Der Spielmarkt ist einfach zu schnelllebig und Spiele zu einem Wegschmeißartikel verkommen.

Milky Holmes
Anm d. Red.: Milky Holmes Meinung ist unantastbar!
Author Andergraund
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Comments (13)

  • 17. November 2011 at 12:16 Reply
    Ehrlich gesagt stören mich Zahlen unter Bewertungen nicht sonderlich, denn der dazugehörige Artikel kann einem meistens ja ganz gut klar machen, ob einem das Spiel gefällt oder nicht. Ich würde COD-Teilen wohl auch hohe Bewertungen geben, weil sie machen das gut, was sie gut machen wollen, aber als Spiele, die mich begeistern, würde ich sie nicht bezeichnen. Ich finde es nur traurig, wenn Spieletester sich bei manch JRPG darüber aufregen, dass man heutzutage noch Dialoge mit großen Anime-Spieleportraits macht und dann frage ich mich immer, ob die sich darüber Gedanken machen, dass manche das mögen könnten oder es vielleicht auch einfach den Grund gibt, das Nischenspiele überhaupt keine Chance mehr haben mit den großen Titeln bei der Präsentation mitzuhalten. Es ist ja kein Wunder, dass die meisten jap. Spiele eher für PSP/DS/3DS entwickelt werden, da die großen Konsolen zu hohe Budgets benötigen. Was die Sache mit den Fortsetzungen betrifft, finde ich aber auch etwas lächerlich, dass man Nintendo da nicht mal etwas mehr Kritik zusteckt, denn der x-te Mario oder Zelda Teil ist auch nur etwas kreativer als der 5. COD-Teil...man darf ja nicht vergessen, die Geschmäcker sind verschieden. Ich denke, übrigens emotional wollen viele Spieler gar nicht unterhalten werden (z.B. durch bewegende Tode von Charakteren), deswegen macht sowas Spiele auch nicht autom. besser, das ist auch wieder eher Geschmackssache. Mich langweilen einfach mittlerweile alle Hypes bei Spielen, was aber weniger an der Spieleindustrie liegt oder an den Journalisten, sondern an den Spielern, denn die sind dafür verantwortlich, dass uns die CODs und Battlefields als die wichtigsten Spiele verkauft werden...
  • 17. November 2011 at 13:52 Reply
    Ich kann mich dem Artikel auch nur anschließen. Mittlerweile verlasse ich mich auch nur noch auf Empfehlungen und Beschreibungen von Freunden oder probiere Spiele aus, die ich vorher per Youtube mal von ihnen sehen konnte (Let's plays). Brandneue Spiele hole ich mir nur in Ausnahmen (s.u.) und wenn, dann nicht wegen den Promotionvideos oder irgendeiner Bewertung. Als RPG Veteran bin ich mittlerweile ein großer Fan von Bioware mit Mass Effects, Jade Empire, Dragon Age und Star Wars: KOTOR. Das sind die ersten Spiele, wo tatsächlich meine Langzeitmotivation geblieben ist. Die Spiele sind an mir vorbei gegangen und erst nach Empfehlungen von Freunden bin ich auf die Goldgrube gestoßen. Da ich weiß, dass Bioware wieder dahinter steckt, habe ich mir ausnahmsweise auch SW: TOR vorbestellt und werde mir vermutlich auch Mass Effects 3 holen, sobald es raus kommt. Daran sieht man wieder unterschiedlich die Geschmäcker sind. Mit J-RPGs und Egoshootern (COD 4 ist und bleibt eine Ausnahme) kann ich mich zwar ne Weile beschäftigen, aber irgendwann werden sie mir meistens zu eintönig. Egal wie hoch gelobt sie sind. Dafür kann nicht jeder so viel mit vor Text strotzenden Gesprächen anfangen, wie sie in vielen Bioware Spielen zu finden sind.
  • fr0schi
    17. November 2011 at 14:50 Reply
    Unter den Artikel kann ich nur ein /signed setzen. Bisher habe ich Spieltests immer ignoriert; habe höchstens mal in die Pro/Contra Liste geschaut, auch wenn man die auch nicht immer ernst nehmen kann...(*hust* 4players *hust* die saugen sich da auch gerne mal unsinnige Sachen aus den Fingern). Ich gehe da lieber nach meinem Bauchgefühl. Da wird hier und da mal ein Artikel gelesen oder ein Video angesehen und dann entschieden ob ich es kaufe oder nicht...bisher hat das immer sehr gut geklappt. ;)
  • 18. November 2011 at 10:05 Reply
    @TMSIDR Sicher wollen nicht alle Gamer emotional angesprochen werden. Ich denke es geht mehr darum, dass ein Game einen bleibenden Eindruck hinterläßt. Civilization I, sicherlich kein emotional aufwirbelndes Game, hat dennoch viele "magic moments" hinterlassen, die man nicht vergisst. Naja und Schuld an den Hypes... Ich denke die Industrie und die Presse sind da auch nicht ganz unschuldig, haben sie die Spieler auch dazu "erzogen" groß angekündigten Nachfolgern hinterher zu rennen. Spieler haben dies angenommen und rennen inzwischen dank sozialer Onlinevernetzung nun in Massen von allein hinterher. Es ist Gewohnheit geworden... :( @Demi Ey Demi ^_^ JRPGs haben auch viel Text... ok oft ist der Dialog ziemlich klischeehaft und vorhersehbar. Und andere Shooter tust du doch einfach nicht vertragen... immer diese Ausreden hier xD Kannst dir aber CoD MW3 gerne anschauen nächsten Abend. Aber oft gehe neue Games an wie du, gibt seltene Ausnahmen, die ich blind kaufe. Reviews lese ich dennoch hin und wieder (von "kleineren" Seiten), inbesondere wenn ich weiß, dass die Verfasser ne Ahnung von dem Genre haben. Ansonsten gibt's ja den Idolmeister ;) @fr0schi Das mit dem Bauchgefühl klappt auch bei mir oft... wurde aber auch schon mehrere Male verarscht: FFX war ja wirklich schön und ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Bauchgefühl hat das Game für mich total gehypt, technisch sah es genial aus, also hab ich mir nichts weiter gedacht und das Ding sofort geholt am Releasetag. Das Spiel habe ich nicht länger als 2 Stunden gespielt. Meine Schwester hat sich mal durch das Game gequält, und wir beide haben einfach das Ending dann auf Youtube geschaut :P Technisch echt gut das Game, aber Story und Gameplay haben uns kein Stück Spaß gemacht.
    • 18. November 2011 at 11:33 Reply
      Du hast recht. J-RPGs haben auch einigen Text, dass war jetzt alles zu einer Kurzfassung zusammen gemixt. ;) Was mich letztendlich bei den bisher gespielten Bioware-Spielen so begeistert hat, ist die Möglichkeit, komplett Einfluss auf die Story zu nehmen. Mass Effects ist ja ein schönes Beispiel: Da kannst du bei ME 2 den Speicherstand von ME 1 übernehmen und bei ME 3 wird es genauso mit dem ME 2 Speicherstand sein. Du hast die Möglichkeit, in ME 1 eine Rasse auszurotten oder sie am Leben zu lassen. Diese Auswirkungen siehst du über die ganze Reihe und ME 3 wird dir wohl sogar die Rasse zur Hilfe kommen, wenn du sie am Leben gelassen hast. Zudem hast du eigentlich in all diesen Spielen die Möglichkeit, völlig unterschiedlich an das Problem zu gehen. Du kannst eine Beziehung zu deinen Gefährten aufbauen oder sie links liegen lassen, wenn du lieber als Renegade durch die Gegend rennst. Durch die Vertonung der NPCs macht es das noch lebendiger. Man merkt, ich bin ein Fan. :) Ich hab ja auch schon andere Shooter wie Battlefield und die Nachfolger von CoD (zum Teil) gezockt. Aber CoD 4 hat mir bisher immer noch am besten Gefallen. Ich kann aber auch nicht erklären warum genau. ^^
  • Idolmeister
    18. November 2011 at 11:44 Reply
    @TMSIDR Sehr richtig, diese negative Haltung nur weil ein Spiel anders aussieht als der 08/15 Milliatry Shooter und mal mal keinen klatzköpfigen Soldaten spielt, nervt mich auch ungemein ○|_| ̄. Natürlich richtet sich der Look eines J-Rpg's an eine andere Zielgruppe, aber das darf sich nicht auf die Wertung abschlagen. Gegen Nachfolger zu guten Spielen habe ich eigentlich auch gar nichts, solange sie gut gemacht sind und nicht Jahrestakt auf uns los gelassen werden. Nintendo ist da auch ein gutes Beispiel, da kommt ja so gut wie nie eine neue Serie raus, aber wenn dann mal eine neues Zelda oder Mario wieder kommt hat das selten enttäuscht. Bei den ganzen 3rd und 1st Person Shootern ist aber langsam schon eine Übersättigung des Marktes da. Klar verkaufen die sich alle mehr als gut, aber wenn Ubisoft/EA/Activison nicht mal langsamer macht und mehr Inovation einfliesen lassen geschieht das selbe Schicksal was Guitar Hero ereilt hat. Alle 3 Moante ein neuer Teil bis es keiner mehr sehen konnte (◞‸◟ㆀ) Auf der anderen Seite muss man aber auch zu geben, gerade unserer geliebte Atelier Serie kommt jetzt ja auch schon im Jahresrythmus raus und Inovation muss man da auch von Teil zu Teil mit der Lupe suchen. Aber einen Überfluss an Moe Alchemie RPG's gibt es ja noch nicht (⁎⚈᷀᷁ᴗ⚈᷀᷁⁎) @ Demi & Andergraund Ob die Dialoge eines Bioware Spiels jetzt klischeehafter sind als ein J-Rpg sind lass ich mal dahingestellt sein ;) Das eine ist Klischee-West und das andere Klischee-Japan, aber das ist auch egal so lange es gut gemacht ist (≖ ‿ ≖)✧ @fr0schi Sehr richtig, solange man einen Weg gefunden hat, das man nur selten etwas bereut was man sich neu gekauft hat, ist doch alles Bestens (●'ᴗ'σ)σணღ*
  • 25. November 2011 at 08:02 Reply
    Huch, da merk ich doch grade, dass ich das Kommentieren hier vergessen habe ^^" Eigentlich lasse ich mich ganz gerne für Spiele hypen. Wie es das Schicksal so will, sprechen mich jedoch meist nicht so viele Sachen an. Von den vielen Spielen, die nun rauskamen, war ich nun nur auf Uncharted gehyped, nun bin ich von FF XIII-2 gehyped und in Zukunft freu ich mich zb. auf das neue Onechanbara. Eigentlich sind mit so Dinge wie Metacritic auch recht egal, obwohl ich bei machen Spielen schon über hohe Punktzahlen erstaunt bin. Einen besonderen Anreiz hat das für mich jedoch nicht wirklich. Ich lasse mich dann eher von Trailern oder Erfahrungen anderer Spieler begeistern, als von einer Punktzahl, die, wie ihr bereits beschrieben habt, eh nicht wirklich aussagekräftig ist, weil die einzelnen Fakltoren von Spielen viel zu unterschiedlich sind. Letztendlich empfindet jeder das Spiel anders und hat seine persönliche Meinung dazu. Btw. Kit Kat Strawberry Cake! *Q*
    • Idolmeister
      27. November 2011 at 12:39 Reply
      Tja, das ging mir leider schon so oft das Jahr ... da freut man sich wie ein Irrer auf den neuesten Teil seiner Lieblingsserie und am Ende ist es halt nur ganz nett (◞‸◟ㆀ). Auf das neue Onechanbara kann man aber sich natürlich sicher freuen, das weis man ja schon im Vorfeld das es die eine oder andere Macke haben wird, aber ne Spaß wird es sicher trotdem machen (๑>◡<๑).
  • 1. Dezember 2011 at 09:04 Reply
    Wow geiler Artikel, trifft irgendwie genau meinen Nerv. Es ist schon schrecklich, wie heutzutage jedes Game sofort mega gehyped wird und man wirklich schon merkt, dass sich die Wertungen selbsternannter Experten einfach oft nur dem Hype anschließen. So nach dem Motto: "Hey, das Spiel wird Hammer gehyped, also muss das jetzt auch einfach mal Hammer gut sein". Bestes Beispiel war wohl wirklich FF 13. Im Ursprungsland bekam es sehr schnell schlechte Kritiken, die auch mehr als gut begründet waren. Bei uns wurde es aber trotzdem vor Verkaufsstart schon gehyped bis zum umfallen, von so genannten "Experten", die sich damit ja angeblich beschäftigt haben sollen. (immerhin soll das Game aber ja verkauft werden und da MUSS es ja über 90% bekommen) Ich meine, wie lachhaft ist das? Ich erkundige mich ein paar Stunden im Netz und erfahre, dass das Game wohl eher mies sein soll. Trotzdem lese ich dann sofort auf anderen Seiten (von Leuten die das Spiel noch nicht mal haben dürften), wie gut dieser kommende Teil doch wird und das man alle andere Spiele jetzt schon mal direkt ignoriere dürfte (gleiches war auch bei GameOne der Fall). Woher beziehen sie diese Infos? Vom Spielenamen Final Fantasy? Von Youtube Videos, die einfach nur die "tolle" Grafik aufzeigen? Ich fand diesen einen Spruch ja mal so klasse, von einem, der sich das Spiel mal angesehen hatte: "Ich hab das Spiel irgendwie nie gefunden, da war nur so ne Demo CD mit ganz vielen Zwischensequenzen drauf". Besonders lustig dann auch, wie sich später viele Käufer beschwerrten, weil das Game schlecht war. Hätte man ja auch gar nicht vorher schon wissen können.... Ein anderes gutes Beispiel ist Disgaea 4. Ich meine Disgaea 1 war einfach nur genial, was die Story und die Charaktere betrifft. Teil 2 war auch gut und Teil 3 kenne ich nicht. Um den 4. wurde nun so viel Wirbel gemacht, einfach wohl nur wegen der neuen HD Grafik. Ich selbst habe das Spiel durchgespielt und es auch auf meinem Blog bewertet. Mehr als 70 % kamen da aber kaum zusammen und warum? Weil die Story und die Charaktere für ein Disgaea einfach schlecht sind. Außerdem dann ja noch die Sache mit den DLC's, aber das ist schon wieder ne ganz andere Sache. Ich bin ein totaler Disgaea Fanboy, aber ich lasse mir keinen Durchschnittlichen Disgaea als gut verkaufen. Ach und die Bilder mit den Figuren sind einfach herrlich, dafür gebe ich mindestens schon 101 Prozent!
    • Idolmeister
      2. Dezember 2011 at 17:44 Reply
      Da sind wir uns wohl einig dann ;) es ist wirklich viel wert wenn man sich auch hinter den Kulissen einwenig auskennt. Bei solchen Exoten Titel wie Disgaea ist es leider nochmal gleich viel schwerer vernüftige Test zu finden -_-.
  • 8. Dezember 2011 at 17:55 Reply
    Beim Lesen des Artikels hatte ich zwischendurch etwas Angst, dass ihr genau in die Falle tappt, die ihr zu Beginn anprangert. Da habt ihr "objektive Features" wie Bugs, Schwierigkeitsgrad, Spieldauer genomme, um über Prozentzahlen zu diskutieren. Man sieht dann aber gleichzeitig den Grad der Subjektivität, der zwangsläufig in sowas wie Spielebewertungen einfließt. Welche Spiele haben mich als Kind besonders geprägt? Worauf lege ich in Spielen mehr wert? Was stört mich besonders? Wie viel Zeit kann ich eigentlich überhaupt fürs Zocken aufwenden? usw. usf. Die Prozentzahlen suggerieren, dass man "Spielspaß" in 1% Schritten "messen" kann und darüber (genreübergreifende) Vergleichbarkeit und Objektivität herstellt. Am Ende liest keiner mehr den eigentlichen Text und wir haben unsere heutige Kultur im Spielejournalismus. Der "Metascore" bestimmt entscheidend über den wirtschaftlichen Erfolg/Mißerfolg des Produktes und eine 80% ist für einen Titel mit mehrstelligen Millionenbudget bereits ein Verriss mit dem Risiko nur noch Verluste einzufahren und das Markenimage in der Bedeutungslosigkeit zu versenken. Deshalb werden Testmuster vor/zum Release nur noch an "wohlgesonnene" Magazine geschickt, damit in der Verkaufswoche auch ja nichts schief geht. Andere Magazine können durch gezielte Verrisse wiederum Aufmerksamkeit und werberelevante neue Leser gewinnen. Und einen Monat nach Release interessiert es eigentlich kein Schwein mehr, ob Magazin xyz noch was zu dem Spiel zu sagen hat. Die notwendige Weiterentwicklung is auch schon länger als "New Games Journalism" bekannt. Magazine, die es konsequent versucht haben, sind am Markt allerdings schnell eingegangen oder ins Nischendasein verbannt worden. Die Leser verlangen ja nach Prozentzahlen (worüber sollte man sich sonst aufregen? Und ansonsten müsste man ja mal den Text lesen *schauder*). Und die Marketingabteilungen ignorieren solche Magazine ebenfalls gerne (haben ja nix zum Metascore beizutragen). Ich denke, dass man am Ende nicht ganz an einer "Zahl" vorbeikommt. Aber warum nicht ein einfaches Schulnotensystem wählen? Beschränken wir uns doch auf der Unterscheidung zwischen "sehr gut", "gut", "befriedigend", "mangelhaft" und "unbedingt finger weg". Dann streichen wir am besten noch den ganzen Schwachsinn aus "Motivationskurven" und "Pro/Contra-Listen". Hat jemand schon mal bei einem Filmreview eine Pro/Contraliste gesehen? Spieletests sind keine Faktenaufzählung sondern haben viel damit zu tun, dass Spielerlebnis für den Leser greifbar zu machen. Wenn ich weiß, dass der Tester das Spiel grundsätzlich für "sehr gut" hält, muss ich immer noch den Text lesen, um herauszufinden, warum der Tester das so sieht. Gerade weil es am Ende "Geschmackssache" bleibt, muss ich beim Lesen des Textes nachvollziehen können, worauf der Tester wert legte und warum es seinem Geschmack entsprach oder eben warum nicht. Nur so kann ich zu einem eigenen Urteil kommen, ob sich der Kauf auch für mich lohnt. Zahlen und Faktenlisten schaden dabei nur. Natürlich schreibt sich ein Test auch viel schwerer und aufwendiger. Das dürfte mit ein Grund für die Hartnäckigkeit der Prozentzahlen sein. Die besten deutschsprachigen Reviews schreibt übrigens meiner Meinung nach http://www.krawall.de. Da muss ich nicht immer einer Meinung mit dem Tester sein, aber ich kann seine Argumente nachvollziehen. Und die Prozentzahl ist so versteckt, dass ich die eigentlich nie angucke :D
    • Idolmeister
      8. Dezember 2011 at 18:53 Reply
      Also ich kann da jetzt nur für mich sprechen, aber ich versuche schon Fanboy Tum oder Kindheitserinnerungen komplett raus zu lassen wenn ich was bewerte. Natürlich ist es mir persönlich lieber wenn Miku Hatsune statt einem kahl rasierten Soldaten in einem Spiel vorkommt, aber für das eigentlich Spiel ist das absolut zweitrangig. Ich mache keinen Unterschied ob ich mit Barbie oder Kratos zocke ;) Mit deiner Meinung über deiner Games Journalism geb ich dir aber schon größtenteils recht, nur mit deinem deutschsprachigen Review Tipp kann ich leider wenig anfangen ... Portale die wenig bis keine Exoten Spiele testen (kein einziges PSP Spiel in diesem Jahr), teilen selten meine Meinung. Der Deadly Premonition Test von war auch sehr, sehr bescheiden argumentiert, von der Wertung in Zahlen mal ganz abgesehen.
      • 9. Dezember 2011 at 20:06 Reply
        Ja... für Exoten Spiele ist krawall.de nicht die richtige Seite. Ich hatte es nur erwähnt, weil es unter den großen deutschen Games-Portalen/Zeitschriften die besten Reviews schreibt - einzelne Ausreisser ausgenommen. Und es ging ja mir ja grad darum: Ein gutes Review zeichnet sich nicht dadurch aus, dass ich die Meinung des Testers teile. Es zeichnet sich vielmehr dadurch aus, dass ich trotzdem ein Gefühl für das Spiel bekomme, auch wenn ich die Meinung des Testers nicht teile.

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